aktuell im TV: Jenseits des Kaukasus

Veröffentlicht am 22. November 2012 unter Documentary, Sendehinweise

Schätze der Welt – Erbe der Menscheit
Mtskheta und Baku, Georgien/Aserbaidschan
SWR, 24 November 2012, 06:00 Uhr

Schätze Doublefeature für Frühaufsteher!

Der Film führt nach Mtskheta, der alten Hauptstadt Georgiens. Sie gilt als heiligster und geschichtsträchtigster Ort des Landes. Hier entstanden die ersten Kirchen und von hier aus begann im 4. Jahrhundert die Christianisierung, um die sich – typisch georgisch – wundersame Geschichten ranken. Oft ist dabei von der kräuterkundigen Heilerin „Nino“ die Rede, der auch eine Beteiligung am Bau der Kirchen nachgesagt wird. In der Ortsmitte liegt die über 1.000 Jahre alte Sweti-Zchoweli-Kathedrale, bis heute Sitz des georgischen Patriarchen. Von der Dschwari-Kirche, der ältesten Kreuzkuppelkirche Georgiens, erschließt sich eine unglaubliche Aussicht auf die Stadt, auf die sanften Bergketten ringsherum sowie auf die zerklüfteten Gebirgszüge des Kaukasus am Horizont. Mtskheta – ein Ort, an dem die Geschichte der Christianisierung, georgische Baukunst und die Wunder der Nino zusammenfallen.

Baku, die Zweimillionenstadt am Ufer des Kaspisches Meeres, ist ein Schmelztigel der Kulturen, eine geschichtsträchtige Ansiedlung auf der Schwelle zwischen Orient und Europa. Minarette und die Palastanlagen eines persischen Herrschergeschlechts gehören ebenso zum Stadtbild, wie die prächtigen neogotischen Paläste der Ölbarone und die Förderanlagen an Land und auf dem Meer. Schon seit Jahrhunderten wird die Region um Baku von den Öl- und Gasvorkommen geprägt. Frühe Reisende sprechen von merkwürdigen Flüssigkeiten, die gut brennen und von lodernden Flammen, die aus dem Erdinneren hervortreten. Ideale Bedingungen für „Feueranbeter“, die dort ihre Tempel errichtet haben.

Regie: Reinhild Dettmer-Finke
Kamera: Thomas Ch. Weber

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